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Was gilt es für das Steuerjahr 2016 zu beachten? Welches sind die Neuerungen und Informationen der Steuerverwaltung?

 

Tarife und Abzüge grundsätzlich unverändert

Für die Steuerperiode 2016 gelten grundsätzlich die gleichen Tarife und Abzüge wie für die Steuerperiode 2015.

 

Das gilt insbesondere auch für die Beiträge in die Säule 3a. Bei Steuerpflichtigen mit Beiträgen in die 2. Säue (BVG/Pensionskasse) war im Kalenderjahr 2016 ein maximaler Einkauf von CHF 6'768 möglich. Steuerpflichtige ohne 2. Säule durften im Jahr 2016 bis zu 20 Prozent des Erwerbseinkommens, höchstens aber CHF 33'840 einzahlen. Die bis zum Maximalbetrag geleisteten Beiträge sind steuerlich abziehbar.

Übrigens: Die Maximalbeiträge an die steuerbegünstigte Säule 3a bleiben im 2017 gleich.

 

Begrenzter Fahrkostenabzug

Ab dem Steuerjahr 2016 ist der Abzug für die Fahrkosten zwischen Wohn- und Arbeitsort betragsmässig beschränkt. Der maximale Abzug beträgt bei der direkten Bundessteuer CHF 3'000 und bei den Kantons- und Gemeindesteuern CHF 6'700.

 

Steht dem Arbeitnehmer für den Arbeitsweg ein Geschäftsauto zur Verfügung, liegt eine geldwerte Leistung vor, die Lohneinkommen darstellt. Ab der Steuerperiode 2016 ist dieses Lohneinkommen (CHF 0.70 pro Kilometer Arbeitsweg) in der Steuererklärung als Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (Ziffer 2.21: "Entschädigungen, die im Nettolohn nicht enthalten sind") zu deklarieren. Der gleiche Betrag kann - bis zum erwähnten Maximalbetrag - als Fahrkosten deklariert werden.

 

Neuer Abzug für berufsorientierte Aus- und Weiterbildung

Ab dem 1. Januar 2016 muss nicht mehr zwischen Aus- und Weiterbildungskosten unterschieden werden. Bisher war diese Unterscheidung wichtig, weil nur die Kosten der Weiterbildung, nicht aber die Kosten der Ausbildung steuerlich zum Abzug gebracht werden konnten. Ab dem Steuerjahr 2016 berechtigen sämtliche berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten zum Abzug. Der Abzug ist allerdings neu auf CHF 12'000 pro Jahr begrenzt.

 

Bedingung für den Abzug ist, dass bereits ein erster Abschluss auf Sekundarstufe II vorliegt. Liegt kein solcher vor, können die Kosten einer berufsorientierten Aus- und Weiterbildung erst ab dem vollendeten 20. Altersjahr in Abzug gebracht werden. Vom Abzug ausgenommen sind dann allerdings die Kosten für einen ersten Abschluss auf Sekundarstufe II.

 

Höherer Abzug für die Kinderdrittbetreuung

Der Abzug für die Kosten der Kinderbetreuung war bisher auf CHF 3'100 beschränkt. Ab der Steuerperiode 2016 können die nachgewiesenen Kosten bis maximal CHF 8'000 in Abzug gebracht werden.

 

Der Abzug ist zulässig für jedes Kind, das das 14. Alterjahr noch nicht vollendet hat und mit der steuerpflichtigen Person, die für seinen Unterhalt sorgt, im gleichen Haushalt lebt. Die Kosten müssen wie bisher in einem direkten Zusammenhandg mit der Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkiet der steuerpflichtigen Person stehen.